Über welche Marketing-Kanäle steigen Eure Besucher:innen ein? Wie verhalten sie sich in Eurem Shop und wo gibt es eventuell Probleme, die dann zum Abbruch des Kaufvorgangs führen? Diese und viele weitere Fragen lassen sich mit Google Analytics in wenigen Minuten beantworten.

Vorausgesetzt, Ihr habt das Tracking richtig eingerichtet und wisst, wo die passenden Daten für Eure Antworten zu finden sind. Im Folgenden erfahrt Ihr, was bei der Einrichtung von Google Analytics in Shopify zu beachten ist, warum es mit der bloßen Eingabe der Universal-Analytics-ID noch nicht getan ist und welche Reports Ihr regelmäßig anschauen solltet, um die Performance Eures Online-Shops zu verbessern.

Anmerkung: Dieser Beitrag bezieht sich auf das aktuelle Universal Analytics. Für das seit Oktober 2020 verfügbare Google Analytics 4 gibt es auch fast 1 ½ Jahre später noch keine One-Klick-Integration mit Shopify. Wenn Euch der Unterschied noch nicht bekannt ist, dann lest Euch gern unseren Beitrag Universal Analytics vs. Google Analytics durch.

 

Was ist Google Analytics und wozu nutzt man es?

Google Analytics ist ein Webanalyse-Tool, mit dem Ihr das Verhalten Eurer Shopbesucher:innen nachvollziehen könnt. Es ermöglicht Euch herauszufinden, wie Eure User auf der Seite gelandet sind, wie sie sich durch Euren Online-Shop navigieren und ob sie den Kaufvorgang gestartet und dann auch beendet haben.

Google Analytics funktioniert für alle Shopsysteme und auf OMR Reviews könnt Ihr weitere Analyse-Tools vergleichen.

Wie ist Google Analytics aufgebaut?

Google Analytics ist ein kostenloses Tool von Google, mit dem Ihr Eure Shop- oder Website-Performance und das Nutzerverhalten messen und überwachen könnt. Dabei ist Google Analytics in 5 Berichte aufgeteilt:

  1. Echtzeit
  2. Zielgruppe
  3. Akquisition
  4. Verhalten
  5. Conversion

1. Echtzeit-Berichte

Da die Daten in Google Analytics immer erst mit einem Zeitverzug von bis zu 30 Minuten im Google Analytics sichtbar werden, findet Ihr in den Echtzeit-Berichte – wie der Name schon sagt – die Daten in Echtzeit.

Shopify und Google Analytics – Echtzeit-Berichte

Shopify und Google Analytics – Echtzeit-Berichte

Diese Echtzeit-Reports sind insbesondere dann wichtig, wenn Ihr wissen möchtet, was genau jetzt gerade im Shop los ist oder ob Euer Tracking noch funktioniert (falls Ihr daran etwas geändert habt).

2. Zielgruppenberichte

In den Zielgruppen-Reports findet Ihr alle Informationen zu den Besucher:innen im Shop.

Shopify und Google Analytics – Zielgruppenberichte

Shopify und Google Analytics – Zielgruppenberichte

Spannende Fragen, die Ihr Euch bei den Zielgruppenberichten beantworten könnt:

  1. Aus welchen Ländern greifen Eure Besucher:innen auf den Shop zu?
    Welche Browser-Sprache verwenden sie? Unter Zielgruppe > Geografie seht Ihr, von wo Eure Besucher:innen auf Euren Shop zugreifen und welche Browser-Sprache sie dabei verwenden. Insbesondere bevor neue Märkte erschlossen werden, lohnt sich ein Blick in diese Reports.
  2. Wie ist die Verteilung zwischen neuen und wiederkehrenden Besucher:innen?
    Unter Zielgruppe > Verhalten > Neu und wiederkehrend könnt Ihr sehen, wie viele neue Besucher:innen Ihr regelmäßig in Euren Shop holt. Aber Achtung: Für die Einordnung neu vs. wiederkehrend verlässt sich Google Analytics auf Cookies. D.h. Ein:e Besucher:in, der keine Cookies erlaubt (oder regelmäßig löscht), wird immer als neuer Besucher:innen gezählt, genauso, wie wenn dieser Euren Shop mit mehrere Geräte nutzt.
  3. Mit welchen Geräten kommen Eure Besucher:innen in den Shop?
    Wenn Ihr neue Features im Shop testet, dann schaut Ihr dafür vermutlich häufig noch vor allem auf Desktop, obwohl ein Blick in den Zielgruppe > Mobil > Übersicht Report schnell zeigt, dass der Großteil der Besucher:innen bei den meisten Shops mittlerweile vor allem auf Mobile unterwegs ist.
Shopify und Google Analytics – Geräte-Übersicht

Shopify und Google Analytics – Geräte-Übersicht

3. Akquisitionsberichte

In den Akquisitionsberichten findet Ihr alle Informationen darüber, wie Eure Besucher:innen Euch gefunden haben und wie einzelne Marketing-Kanäle und Kampagnen performen.

Shopify und Google Analytics – Akquisitionsberichte

Shopify und Google Analytics – Akquisitionsberichte

Fragen, die Ihr Euch regelmäßig in den Akquisitionsberichten stellen solltet:

  1. Über welche Kanäle kommen Eure Besucher:innen in den Shop?
    Unter Akquisition > Alle Zugriffe > Channels seht Ihr über welche Kanäle Eure Besucher:innen in den Shop kommen, wie hoch die Absprungraten sind (Besucher:innen kommen in den Shop, verlassen diesen dann aber ohne eine weitere Aktion wieder) und wie viel Umsatz Ihr über die jeweiligen Kanäle macht. Wichtige Erkenntnisse, die Ihr aus diesem Report ziehen könnt: Welcher Kanal ist Euer stärkster? Gibt es Auffälligkeiten hinsichtlich Absprung- und/oder Conversionrate zwischen den Kanälen? Wie entwickeln sich Eure wichtigsten Kanäle? Insbesondere mit regelmäßigen Wochen- und Monatsvergleichen seht Ihr schnell, wie sich bestimmte Kennzahlen entwickeln und welche Kanäle für diese (positive oder negative) Entwicklung verantwortlich sind. Habt Ihr Schwachstellen identifiziert, könnt Ihr tiefer in die Analyse einsteigen und entsprechend gegensteuern.

    Shopify und Google Analytics – Kanal-Performance

    Shopify und Google Analytics – Kanal-Performance

    Wichtig hierbei: Damit Eure Marketing-Aktionen auch den richtigen Kanälen zugeordnet werden, achtet auf die korrekte Verwendung von UTM-Parametern. Gebt Ihr Euren Ziel-URLs utm_source, utm_medium und utm_campaign mit, könnt Ihr später auch den Traffic im Google Analytics nachvollziehen. Vergesst Ihr diese, kann sich Euer Marketing-Traffic auch schon mal im Direkt-Kanal “verlaufen”

    Hinweis: Warum Direct-Traffic nicht immer Direct-Traffic ist, erfahrt Ihr in unseren 9 einfachen Tipps und Tricks, um Euer Google-Analytics-Setup zu professionalisieren.

  2. Mit welchen Suchanfragen kommen Besucher:innen in Euren Shop?
    Sowohl über Akquisition > Google Ads als auch über Akquisition > Search Console seht Ihr, mit welchen Suchanfragen Besucher:innen in Euren Shop kommen. Hier “verstecken” sich häufig wichtige Phrasen, auf die es sich entweder lohnt mitzubieten oder langfristig die Seiten und den Onlineshop für die Suchmaschinen zu optimieren (SEO).

    Shopify und Google Analytics – Google Ads Suchanfragen

    Shopify und Google Analytics – Google Ads Suchanfragen

4. Verhaltensberichte

In den Verhaltensberichten findet Ihr alle Informationen dazu, auf welchen Seiten Eure Besucher:innen ein- und aussteigen, wie sie im Online-Shop navigieren und welche Aktionen (Klicks, Scrolls etc.) sie sonst noch tätigen.

Shopify und Google Analytics – Verhalten-Ereignisse

Shopify und Google Analytics – Verhalten-Ereignisse

Spannende Erkenntnisse, die es hier in den Verhaltensberichten zu entdecken gibt:

  1. Auf welchen Seiten steigen meine Besucher:innen ein?
    Wenn Ihr wisst, woher Eure Besucher:innen kommen, ist der nächste spannende Report unter Verhalten > Websitecontent > Landingpages zu finden. Hier seht Ihr auf welchen Seiten Eure Besucher:innen einsteigen, wie viele davon direkt wieder gehen (=> Absprungrate) und ob ein Einstieg auf dieser Seite schlussendlich auch zum Kauf geführt hat.Um die Performance Eures Shops zu verbessern, lohnt es sich auf den Seiten mit viel Traffic, hohen Absprung- und geringen Conversionraten in die Optimierung einzusteigen.
  2. Welche Seiten schauen sich Eure Besucher:innen an, wenn sie auf Seite X eingestiegen sind?
    Etwas versteckt im selben Reiter findet Ihr einen Einstiegspfade-Report. Hier könnt Ihr Euch für jede Eurer Landingpages anschauen, welche Seite im Anschluss aufgerufen wurde und auf welcher Seite die Besucher:innen dann schlussendlich ausgestiegen sind.

    Shopify und Google Analytics – Verhalten-Landingpages

    Shopify und Google Analytics – Verhalten-Landingpages

    Zwischen Einstieg > Zweite Seite und Ausstiegsseite können grundsätzlich zwar noch weitere Seiten liegen (die sich aufgrund der Fülle an möglichen Abzweigungen nicht darstellen lassen), dennoch gibt dieser Report einen ersten Überblick über die wichtigsten Seitenpfade (und ist deutlich übersichtlicher als der Report unter Verhalten > Verhaltensfluss).

    Einen ähnlichen Report gibt es dann nochmal über Verhalten > Websitecontent > Alle Seiten. Nur hier dann über alle Seiten gesehen und nicht nur ausgehend von der Seite, auf der Eure Besucher:innen eingestiegen sind.

  3. Welche Produkte/Begriffe suchen Eure Besucher:innen im Shop und gibt es eventuell Begriffe, für die keine Produkte gefunden werden konnten?
    In den Site Search Reports (Verhalten > Site Search) erhaltet Ihr grundsätzlich einen Überblick darüber, wie häufig die Suche bei Euch verwendet wird, ob Besucher:innen im Anschluss an eine Suche aussteigen (% Suchausstiege) oder ob sie die Suche nochmal verfeinern, weil sie das richtige noch nicht gefunden haben oder es zu viele Ergebnisse gab.

    Shopify und Google Analytics – Verhalten-SiteSearch

    Shopify und Google Analytics – Verhalten-SiteSearch

    So richtig spannend für die Optimierung werden aber vor allem die Suchanfragen, zu denen es keine Ergebnisse gab. Diese werden standardmäßig zwar nicht von Shopify erfasst, können aber über den Google Tag Manager als Events getrackt werden und finden sich dann in den Ereignis-Reports wieder.

  4. Wo laufen Eure Besucher:innen in Fehler?
    Ebenfalls etwas, was die Google Analytics Integration von Shopify zwar nicht automatisch erzeugt, aber über den Google Tag Manager bereitgestellt werden kann, ist ein Fehlertracking. Wenn Eure Besucher:innen in Fehler laufen oder Seiten gar nicht mehr aufrufbar sind, dann führt das zum einen zu einer schlechten Nutzererfahrung und zum anderen häufig auch zum Abbruch des Besuchs.

    Shopify und Google Analytics – Verhalten - wichtigste Ereignisse

    Shopify und Google Analytics – Verhalten – wichtigste Ereignisse

    Wisst Ihr wo Fehler auftauchen und lasst Ihr Euch idealerweise sogar über einen Alert informieren, wenn diese signifikant zunehmen, könnt Ihr schnell reagieren und so Eure Shop-Performance verbessern.

5. Conversions-Berichte

In den Conversions-Berichten findet Ihr alle Informationen darüber, ob Eure Besucher:innen auch das von Euch gewünschte Ziel erreichen. Von klassischen Conversion-Zielen wie Kontaktaufnahme, Newsletter-Anmeldung hin zu den Enhanced Ecommerce-Reports und Multi-Channel-Trichtern.

Shopify und Google Analytics – Conersions-Berichte

Shopify und Google Analytics – Conersions-Berichte

Fragen, die Ihr Euch regelmäßig in den Conversions-Berichten stellen solltet:

  1. Wie verhalten sich Eure Besucher:innen im Shop?
    Shopify und Google Analytics – Einkaufsperformance

    Shopify und Google Analytics – Einkaufsperformance

    Die spannendsten Reports findet Ihr unter Conversion > E-Commerce. Ein Report, auf den Ihr hier regelmäßig schauen solltet, ist der Kaufverhaltens-Report. Hier seht Ihr, wie sich Besucher:innen durch Euren Shop bewegen und an welchen Stellen des Besuchs Ihr als Erstes optimieren solltet.

    Angefangen mit der Frage: “Wie viele Besucher:innen gab es im Shop?” (alle Sitzungen) über “Wie viele Besucher:innen haben es davon auf die Produktdetailseite geschafft?” (Sitzungen mit Produktaufrufen) hinzu: “Wie viele haben etwas in den Warenkorb gelegt?” (Sitzungen mit Artikelplatzierungen) und “Sind schlussendlich auch in den Check-out gegangen?” (Sitzungen mit abgeschlossenen Kaufvorgang – die deutsche Übersetzung ist hier etwas irreführend, meint aber Sitzungen im Check-out) und haben dann auch gekauft (Sitzungen mit Transaktionen).

    Für jede dieser Phasen seht Ihr, wie viele Sitzungen von einem Schritt zum nächsten fortgesetzt wurden und wie viele Eurer Besucher:innen den Shop dann doch verlassen haben.

    Mit diesem Report könnt Ihr daher schnell einschätzen, ob es sich lohnt den Bestellprozess (von AddToCart > Transaktion) zu optimieren oder ob zuerst dafür gesorgt werden muss, dass mehr Besucher:innen es auch tatsächlich auf die Produktdetailseite schaffen (um da etwas in den Warenkorb legen zu können).

  2. Bei welchem Schritt im Check-out steigen Besucher:innen aus?
    Unter Conversion > E-Commerce > Bezahlvorgang seht Ihr, wie sich Eure Besucher:innen durch den Check-out verhalten, wo sie aussteigen und wie viele davon schlussendlich kaufen.Bei Shopify fängt der Kaufprozess auf der “Informations”-Seite an.Also auf der Seite, auf der sich Besucher:innen einloggen oder ihre Lieferadresse angeben. In vielen Shopify-Google-Analytics-Integrationen ist dies auch der erste und letzte Schritt vor der Transaktion. Die Schritte Versand, Zahlung und – falls aktiviert – Überprüfen werden im Shopify Standard nicht mitgetrackt, sodass man diese nur in die Reports bekommt, wenn man Shopify Plus Kunde ist und die Einbindung von Google Analytics über den Google Tag Manager vorgenommen hat.

    Shopify und Google Analytics – Kaufabbrüche

    Shopify und Google Analytics – Kaufabbrüche

    Wenn Ihr mit Shopify Basic oder Advanced unterwegs seid (und nicht an die checkout.liquid Datei rankommt), solltet Ihr Euch aber dennoch mit einem “klassischen” Checkout-Funnel behelfen, um das Verhalten dort schneller nachvollziehen zu können.

    Shopify und Google Analytics – Customer-Journey-Trichter

    Shopify und Google Analytics – Customer-Journey-Trichter

    Egal, über welchen Weg Ihr den Checkout-Funnel abdeckt, am Ende lohnt ein Blick in die Reports, um herauszufinden, ob fehlende Zahlungsarten (bei erhöhten Abbrüchen auf der Zahlungsseite) oder zu hohe Versandkosten (Abbruch auf der Versandseite) oder generell fehlendes Vertrauen in Euren Shop (wenn bei allen Schritten zu viele Abbrüche sind) eine Ursache für erhöhten Kaufabbrüche sein können.

Welches Ziel verfolgt die Verknüpfung von Shopify und Google Analytics?

Wie Ihr seht, gibt es spannende Reports und Erkenntnisse, die Ihr aus Google Analytics über Eure Besucher:innen gewinnen könnt. Nur, wenn Ihr die Daten richtig sammelt und regelmäßig auch auswertet, wisst Ihr, wie sich Eure Besucher:innen im Shop verhalten, wo sie nicht weiterkommen und könnt dann Maßnahmen ergreifen, um die User-Experience zu verbessern. Wichtige Voraussetzung dafür ist aber, dass Google Analytics mit Shopify verknüpft und richtig eingerichtet ist.

Welche Schritte sind notwendig, um Google Analytics in Shopify einzurichten?

Die Einrichtung von Google Analytics im Shopify ist schnell gemacht. Im Shopify Backend unter Onlineshop > Konfiguration die Universal Analytics ID eintragen, die IP-Adresse anonymisieren und den Haken bei “Erweiterten E-Commerce verwenden” setzen.

Shopify und Google Analytics – Onlineshop-Konfiguration

Shopify und Google Analytics – Onlineshop-Konfiguration

Im Anschluss geht Ihr dann ins Analytics und aktiviert über E-Commerce-Einstellungen auch dort die erweiterten E-Commerce-Reports.

Shopify und Google Analytics – E-Commerce Einstellungen

Shopify und Google Analytics – E-Commerce Einstellungen

Danach ist Shopify grundsätzlich mit Google Analytics verbunden. Damit die Daten aber auch so in Google Analytics laufen, dass Ihr sie sinnvoll nutzen könnt, bedarf es etwas mehr.

Hinweis: Falls Ihr noch kein Google-Analytics-Konto habt, könnt Ihr Euch Google-Analytics in 5 Schritten einrichten. Aber Achtung: Beim Anlegen der Property versucht Google Analytics Euch immer direkt das neue Google Analytics 4 “unterzujubeln”.

Dieses ist aktuell lediglich über den Google Tag Manager integrierbar. Um hier also noch eine Universal Analytics Property anzulegen, müsst Ihr bei der Anlage einer neuen, noch über “Erweiterte Optionen einblenden” die Option “Universal Analytics-Property erstellen” aktivieren.

Welche zusätzlichen Schritte Ihr einrichten solltet:

  1. Schließt Eure Zahlungsanbieter als Verweise aus
    Eins der häufigsten Probleme, das ich bei der Einrichtung von Google Analytics für Shopify sehe (oder in dem Fall nicht sehe): Zahlungsanbieter, wie Paypal, Amazon Pay oder Shopify Pay werden nicht als Verweise ausgeschlossen.Das führt dazu, dass diese den ursprünglichen Marketing-Kanälen im letzten Moment noch die Conversion “klauen”, da Besucher:innen während des Bestellprozesses auf eine andere Domain geleitet und dann wieder zurückgeführt werden. Aufgrund des neuen Verweises (Von Paypal, Hooks.stripe etc. komment) geht Google Analytics davon aus, dass es sich dabei um einen neuen Einstieg von eben genau dieser Domain handelt und überschreibt die ursprüngliche Einstiegsquelle.Um das zu verhindern, müsst Ihr in den Property-Einstellungen unter Tracking-Informationen > Verweis-Ausschlussliste die Domains Eurer Zahlungsanbieter pflegen.

    Shopify und Google Analytics – Tracking-Verweis-Ausschlussliste

    Shopify und Google Analytics – Tracking-Verweis-Ausschlussliste

    Dies sorgt dafür, dass diese beim Einstieg Eurer Besucher:innen in Euren Shop ignoriert werden und wieder der letzte (nicht direkte) Kanal “gewinnt” (sofern Ihr gemäß dem Analytics Standard mit dem Last-Non-Direct-Attributionsmodell messt).

  2. Schneidet URL-Parameter von Euren URLs ab, um die Reports nicht unnötig aufzublähen
    URL-Parameter blähen die Seiten- und Landingpage-Reports unnötig auf, da sie für dieselbe Seite mehrere Einträge erzeugen. Prominentes Beispiel dafür: Die fbclid, die für jeden Eurer Besucher:innen eine dynamische Zahlenfolge an die URLs hängt und so dafür sogar, dass jeder Aufruf als eine neue Seite in den Reports erscheint (obwohl es sich faktisch um dieselbe handelt, unabhängig von wem sie aufgerufen wurde):

    Shopify und Google Analytics – URL-Parameter

    Shopify und Google Analytics – URL-Parameter

    Statt also alles unter der Seite “/” zusammenzufassen, gibt es für jede:n Besucher:innen einen eigenen Eintrag.

    Um das zu verhindern, solltet Ihr über die Einstellung der Datenansicht die “URL-Suchparameter ausschließen”. Welche das genau sind, seht Ihr am besten in Euren eigenen Daten (Über Seitenreports nach “?” suchen). Ein “Standard-Set” gibt es hier nicht, da es auch immer von Euren eigenen Marketing-Kanälen abhängt.

    Shopify und Google Analytics – URL-Suchparameter ausschließen

    Shopify und Google Analytics – URL-Suchparameter ausschließen

  3. Gruppiert Eure Seiten nach Template
    Optimierungen finden häufig nicht auf Seitenebene statt, sondern es wird das gesamte Layout der Produktdetail-, Kategorie oder Startseite unter die Lupe genommen und angepasst. Um hier schneller zu sehen, wie sich Absprung- und Conversionraten über alle Produktseiten hinweg verhalten, solltet Ihr Eure Seiten hinsichtlich des verwendeten Templates gruppieren.Dazu geht Ihr in der Verwaltung auf Gruppierung nach Content und nutzt hier die URL-Struktur von Shopify für die Regeldefinition. So ordnet Ihr bspw. alle Seiten, die innerhalb der URL das Wort “products” enthalten, zu den Produktdetailseiten zu, während alles was /collection enthält zu den Kategorieseiten zugeordnet wird.

    Shopify und Google Analytics – Datenansicht Gruppierung nach Content

    Shopify und Google Analytics – Datenansicht Gruppierung nach Content

  4. Erfasst weitere Events, die Euch bei der Analyse unterstützen
    In welche Fehler laufen Eure Besucher:innen? Welche Produkte werden im Shop gesucht, für die es aber keine Ergebnisse gibt? Nach welchen Kriterien werden Produktlisten sortiert und wie weit werden Seiten gescrollt? All das sind Fragen, die Euch die Google Analytics Integration über Shopify nicht direkt liefert, die Ihr Euch aber idealerweise über den Google Tag Manager reinholt. Dafür müsst Ihr in den Google-Analytics-Einstellungen im Shopify Euren Google-Tag-Manager-Code integrieren:

    Shopify und Google Analytics – Google-Tag-Manager-Code

    Shopify und Google Analytics – Google-Tag-Manager-Code

    Im Anschluss könnt Ihr dann Klicks, Formularabsendungen, Fehlermeldungen und was Euch noch alles so interessiert, über den Google Tag Manager an Google Analytics übermitteln (Kenntnisse über den Google Tag Manager vorausgesetzt).

  5. Richtet Euch ein klassisches Zielvorhaben für Euren Check-out ein
    Da Shopify im Standard keinen Checkout-Funnel kennt, müsst Ihr Euch diesen als klassisches Zielvorhaben im Google Analytics anlegen. Dafür geht Ihr in der Verwaltung auf Zielvorhaben, hinterlegt dort die Danke-Seite als Ziel-URL und richtet Euch im Anschluss dann noch den Trichter mit den jeweiligen Schritten im Check-out ein.

    Shopify und Google Analytics – Zielvorhaben einrichten

    Shopify und Google Analytics – Zielvorhaben einrichten

    Im Anschluss habt Ihr dann die wichtigsten Dinge eingerichtet, um mithilfe von Google Analytics die Performance Eures Shopify-Shops zu verbessern.

 

Über unseren Gastautoren:

Nick Hartmann

Nick Hartmann

Nick Hartmann ist Gründer von userability.de. Mit digitalen Trainings und Workshops unterstützt er Onlineshop-Betreiber:innen dabei, nachhaltig mehr aus ihrem Shop herauszuholen.